Künstlerhaus Eckernförde e.V.

 

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Ereignisbericht 2004
Der Bericht des Vorstands
 
   

 

Das Jahr 2004 begann mit dem einzug von 3 Stipendiaten und 1 Stipendiatin im Januar. Der Berliner Literat Sebastian Orlac verbrachte in Atelier 1 sein 3-Monatsstipendium und las zum Ende dieser Zeit aus seinen teilweise in Eckernförde entstandenen Texten in der Stadtbücherei im Rahmen der Veranstaltungsreihe „LesArt“ und veranstaltete im Raum des Künstlerhauses eine „Show des Scheiterns“ während der sich Personen zu gescheiterten Projekten, beruflich oder privat, in anregender Form äußern konnten. In Atelier 2 lebte und arbeitete die Potsdamerin und Bildende Künstlerin Tina Flau , die ihr 4-Monatsstipendium mit einer Ausstellung Ende April abschloss. Stefan Wischnewski aus Hohenwestedt / München drehte drei Videofilme mit Eckernförder Motiven und entwickelte ein paar eckernfördetypische Kleidungsstücke (z.B.: eine gelbe Weste – nach eindrücken der Gelben Westen Gilde) in Atelier 3. In Atelier 4 arbeitete der in Eckernförde bereits durch einige Ausstellungen in der Galerie Nemo bekannte schwedische Maler Peter Ojstersek, der ein Halbjahresstipendium zugesprochen erhalten hatte. Im April kam dann die Kölner Objektkünstlerin Carola Willbrand ins Künstlerhaus um ihr 6-Monatsstipendium anzutreten. Auch sie war bereits durch eine Ausstellung in der Frühstücksbühne von Marianne Tralau der kunstinteressierten Öffentlichkeit bekannt gemacht worden. Mit Dagmar Hugk kam eine weitere Künstlerin aus Köln für 4 Monate an die Ostsee. Sie beschäftigte sich mit Installationen und Fotografie. Im ersten Halbjahr fanden außerdem 2 Zimmertheatervorführungen im Ausstellungsraum des Künstlerhauses statt. Im Juli startete dann das Projekt „Lebenswege“ von und mit Michael Spengler (4 Monate Stipendienaufenthalt) aus Berlin mit der einpflanzung der von Kinderfußabdrücken markierten Ziegelsteine in die Innenstadtpflasterung. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der Diamantsäge ging die Arbeit zügig voran und im Oktober wurde die Maßnahme wegen der fallenden Außentemperaturen unterbrochen. 100 Steine werden nun im Frühjahr den „Lebensweg“ zu Ende gehen lassen. Ruppe Koselleck aus Münster beschäftigte sich mit Fundsachen am Strand und beschrieb seine Funde mit teilweise sehr skurrilen Kurztexten, vergrub Gartenzwerge im Sandstrand und sorgte für glückliche Finder einer von ihm gesandten Flaschenpost. Er blieb 3 Monate im Künstlerhaus. Ebenso lange wie Andrea Staroske aus Reutlingen, die gegen Ende ihrer Stipendienzeit an einer Gruppenausstellung in Kiel erfolgreich teilnahm. Zu erwähnen sind die wie bereits im vergangenen Sommer so auch in diesem Jahr stattgefundenen Theaterworkshops für Kinder und Jugendliche mit der Theater-und Spielpädagogin Helga Jessen, im Rahmen der städtischen „Aktion Ferienspaß“ sowie eine Lesung im Rahmen der „Friedenswochen“ im November des Jahres 2004. Besonders hart traf uns Mitte des Jahres eine enorm hohe Heizungs- und Betriebskostenabrechnung, so dass wir das erste und hoffentlich einzige Mal einen Zuschuss der Stadt Eckernförde beanspruchen mussten. eine neue vertragliche Regelung mit der Stadt bezüglich Nutzungs- und Betriebskostenregelung des Ausstellungsraumes zeichnet sich ab und ist Anfang 2005 in Kraft getreten. Der Verein muss nun nicht mehr für die Miete und für die Betriebskosten des Ausstellungsraumes aufkommen.

Sven Wlassack, März 2005


Kontakt: Sven Wlassack, Vors. Förderkreis,
Tel: 04351/710-170 (Büro), 04351/3413 (privat), Fax: 04351/710-199 (Büro), 04351/3424 (privat), Anschrift 24340 Eckernförde, Rathausmarkt 4-6.

 

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