Künstlerhaus Eckernförde e.V.

 

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Ereignisbericht 1998 / 99
Der Bericht des Vorstands
 
   


Der „Kieler“ Chinese Yeyun Zhang (Malerei), der Franzose Jean-Patrice Giraud (Objekte), die Berlinerin Simone Kornfeld (Installationen) und der Russe Valerij Ayzenberg (Multi-Media-Kunst) waren eine unternehmungslustige Ateliergemeinschaft während der ersten vier Monate des Jahres 1998. Sie gestalteten zusammen mit dem Vorstand und einigen engagierten Mitgliedern die Eröffnungsfeierlichkeiten am 17. April. Im Beisein zahlreicher Besucher aus dem kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Leben der Stadt und der Region wurde das Haus Ottestraße 1 vom damaligen Staatssekretär Dr. Dieter Swatek aus dem Kultusministerium und dem seinerzeit noch als Bürgermeister der Stadt Eckernförde amtierenden jetzigen Landwirtschaftsminister Klaus Buß offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Bereits Wochen davor hatten Ayzenberg, Zhang und Kornfeld mit freundlicher Genehmigung des Museums Eckernförde drei Tage lang die Räume der Wechselausstellung für die Darstellung ihrer künstlerischen Arbeiten nutzen können.

Im Mai erfolgte dann in drei Ateliers der „Bettenwechsel“. Wladimir Kuzmin aus Köln/Moskau (Malerei, Objekte), Christine Schlegel (Fundstück-Objekte) und Angelika Wolpert (Papier-Objekte), beide aus Berlin, öffneten zusammen mit Valerij Ayzenberg am 30.05. ihre Ateliers für die interessierte Eckernförder Bevölkerung.

Die bereits anlässlich seines Stipendienaufenthaltes vom Juli 97 bis Januar 98 und im März/April 98 konzipierte und geplante Aktion "Strandgut" von Jean-Patrice Giraud fand am 06.09 auf der Ostsee statt.

Kati Mahrt, Malerin aus Hildesheim lebte und arbeitete vom 01.07. bis 30.09. in der Ottestraße 1. Simone Kornfeld verbrachte den 2. Teil ihres Viermonatsstipendiums im September/Oktober 98 im SHkh. Sie erschloss dabei über ihre Arbeit an der "Staubinstallation", die anlässlich der "Offenen Ateliers" des Stipendiaten-Quartetts Kornfeld, Wolpert, Kuzmin und Mahrt am 19.09. zu sehen war, u.a. auch die Kooperationsbereitschaft des Kreiskrankenhauses Eckernförde.

Anke Bunt, Bildhauerin und Objektkünstlerin aus Kiel verbrachte als Austauschstipendiatin den Monat September in Ekely/Norwegen. Daniel Östvold, Kartoonist und Objektgestalter aus Oslo arbeitete im Oktober 1998 als norwegischer Stipendiat im Atelier 4 des Künstlerhauses.

Für Elke Prieß (Bremen), die kurzfristig einen Lehrauftrag angeboten bekommen hatte, kam als Nachrückerin die Essener Fotokünstlerin Sabine Bürger zusammen mit der bereits für 1997 ausgewählten Christine Kruse (Wortinstallationen) aus Hamburg im November in die Ottestraße.

Im Dezember tagte die Jury im Eckernförder Rathaus, um die Stipendien für 1999 zu vergeben. Die ersten beiden Kunstschaffenden kamen schon im Januar 1999: Ute Safrin (Bremen, Toninstallationen) und Josep-Maria Balanyà (Barcelona, Musiker und Komponist) und beschritten im SHkh Neuland. Erstmals ist somit der Bereich Musik im Künstlerhaus präsent. Weitere Stipendien erhielten:

Otto Vincze (Szentendre/Ungarn, Objekte und Installationen), Verena Köster (Hamburg, Bild und Text), Christoph Klimke (Berlin, Literatur), Thomas Ahn (Hannover, Fotoinstallationen), Marianne Tralau (Köln, Objektinstallationen), Gil Shachar (Tel Aviv, Körperskulpturen), Steven Steinman (New York, Grafik), Volker Andresen (Hannover, Landschaftsinstallationen). Das Ekely-Stipendium erhielt Frank Raendchen (Eutin).


Sven Wlassack

 

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